Häufigste Fragen und Antworten zur Effizienz der Energiesparmaßnahmen bei der Modernisierung am Wohngebäude

Welche Modernisierungsmaßnahme bringt den meisten Energiespareffekt?

Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle ( Dämmung oberste Geschossdecke, Kellerdeckendämmung, Fassadendämmung)

Welche Modernisierung amortisiert sich am schnellsten?

Die Dämmung von Leitungen und Armaturen !! im unbeheizten Räumen (Keller) bzw. der Austausch von Pumpen durch el. Geregelte, wird auch gefördert !

Welche Maßnahmen sollte man aus fördertechnischer Sicht möglichst zusammen durchführen?

Errichtung einer Solarthermie- Anlage für Warmwasserbereitung mit Speicher und Anhebung der Heizungsvorlauftemperatur sowie Erneuerung des Heizkessels durch einen Brennwertkessel, ergibt günstigste Förderung

Welche Energieform hat das größte Vorkommen und die längste Lebensdauer?

Die der Sonne . Dies scheint noch Milliarden von Jahren ! Eine Solarlösung hat deshalb auf lange Sicht immer eine Perspektive !
Welche Dämmvariante sollte der Vorrang eingeräumt werden?
Die Außendämmung bei der Gebäudehülle. Bei der Innendämmung können Probleme hinsichtlich des Taupunktes hervorgerufen werden und die Wahrscheinlichkeit der Schimmelbildung wird gefördert.

Welche Energieberatung ist am wirkungsvollsten?

Die Vor Ort Beratung durch einen BAFA zugelassenen Energieberater

Kann ich die Beratungskosten gefördert bekommen?

Ja, bei einem Förderantrag zu Modernisierungsmaßnahmen innerhalb der Beratung durch den Energieberater: siehe auch www.BAFA.de

Welche Beratungsteile sind ebenfalls förderfähig?

Thermografieaufnahmen, auch ein Gutachten und die Baubegleitung durch einen Energieberater

Wann brauche ich einen Energieausweis ?

Bei Vermietung, Verkauf, des Neubaus oder bei Modernisierung größer 20% einer Immobilie. Bei Nichtwohngebäuden für den öffentlichen Aushang.

Wie lange ist der Energieausweis gültig ?

Er gilt ab Ausstellungstag 10 Jahre.

Welche Fristen gilt es zu beachten ?

Laut EnEv 2009 sollte der Eigentümer des Gebäudes die Dämmung der obersten Geschossdecke bis zum 31.12.2011 abschließen.

Welche neuen Anforderungen laut EnEv 2009 gilt es zu beachten?

Laut EnEv 2009 sollte der Eigentümer die Dämmung der obersten Geschossdecke bis zu einem Wärmedämmkoeffizienten von 0,24 Watt/(m2k) bis zum 31.12.2011 nachrüsten. Das gilt auch als Ersatz für die darüberliegende , bisher ungedämmte Dachfläche.
Bei Eigentümerwechsel vor dem 01.01.2010 sind innerhalb von 2 Jahren die obersten Geschossdecken mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,30 Watt(m2k) zu dämmen.
Elektrische Speicherheizsysteme, die vor dem 31.12.1990 eingebaut worden sind, dürfen nach dem 31.12.2019 nicht mehr betrieben werden.
In Wohngebäuden größer 5WE dürfen elektrische Speicherheizsysteme, die ausschließlich zur Heizung dienen, nicht mehr betrieben werden. Bei Nichtwohngebäuden siehe Ausnahmen EnEv 2009.

Höchstwerte Wärmedämmkoeffizienten bei Modernisierung

Anforderungen bei erstmaligen Einbau, Ersatz und Erneuerung von Bauteilen

Zeile Bauteil Maßnahme nach Wohngebäude und NWG > 19°C Einheit Zonen NWG mit Temp. 12 bis < 19°C Einheit
1 Außenwände 1a bis d 0,24 W/(m²K) 0,35 W/(m²K)
2a außenl. Fenster, Türen 2a bis b 1,30 W/(m²K) 1,90 W/(m²K)
2b Dachflächenfenster 2a bis b 1,40 W/(m²K) 1,90 W/(m²K)
2c Verglasungen 2c 1,10 W/(m²K) keine Anforderungen W/(m²K)
2d Vorhangfassaden 6 Satz 1 1,50 W/(m²K) 1,90 W/(m²K)
2e Glasdächer 2a und c 2,00 W/(m²K) 2,70 W/(m²K)
3a außenl. Fenster, Türen, Dachflächenfenster, Sonderverglasungen 2a und b 2,00 W/(m²K) 2,80 W/(m²K)
3b Sonderverglasungen 2c 1,60 W/(m²K) keine Anforderungen W/(m²K)
3c Vorhangfassaden mit Sonderverglasung 6 Satz 2 2,30 W/(m²K) 3,00 W/(m²K)
4a Decken, Dächer, Dachschrägen 4.1 0,24 W/(m²K) 0,35 W/(m²K)
4b Flachdächer 4.2 0,20 W/(m²K) 0,35 W/(m²K)
5a Decken, Wände gegen unbeheizte Räume und Erdreich 5a,b,d,e 0,30 W/(m²K) keine Anforderungen W/(m²K)
5b Fußbodenaufbauten 5c 0,50 W/(m²K) keine Anforderungen W/(m²K)
5c Decken nach unten an Außenluft 5a bis e 0,24 W/(m²K) 0,35 W/(m²K)

Es erfolgt keine Übernahme von der Gewährleistung der aktuellen Richtigkeit der Tabelle.

Was gibt es bei der Gebäude-Thermografie zu beachten?

Es sollte ein Temperaturunterschied von möglichst 10 besser 20 Kelvin zwischen Gebäudeteiloberfläche und der Umgebungsluft sein.

Ingenieurbüro Klaus Kunath
Klaus Kunath, Dipl.-Ing.
Grabko 21
03172 Schenkendöbern
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